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Pellets - Zündstoff der Zukunft

04.12.2014

Der Pelletkessel "renerVIT" kann den Wärme- und Warmwasserbedarf eines Gebäudes vollständig decken. Der integrierte Pellet-Systemregler steuert alle Komponenten. VaillantUnabhängigkeit vom Öl- und Gaspreis ist der Hauptgrund für viele Bauherren, sich beim Neubau für einen Pelletheizkessel zu entscheiden. Schließlich lag der Preis für Pellets bei 4,97 Cent pro Kilowattstunde (kWh), während Gas mit 6,85 Cent/kWh, Öl sogar mit 8,12 Cent/kWh zu Buche schlägt (Stand Juni 2014).

Fachgerechte Lagerung ohne Qualitätsverlust

Gelagert werden die Presslinge in Neubauten in der Regel in speziellen Silos und Behältern. Alternativ bieten sich im Neubaubereich auch Erdtanks oder Lagerbehälter im Garagen- beziehungsweise Carportbereich an. Wer seinen Brennstoff nicht im Haus haben möchte, kann einen Heizcontainer auf seinem Grundstück aufstellen lassen. Angeliefert werden größere Pelletmengen übrigens mit einem speziellen Tankwagen, ähnlich wie beim Heizöl.

Vollautomatische Wärme für Heizung und Wasser

Ein moderner Pelletzentralheizkessel entspricht in puncto Heizkomfort und Bedienungsfreundlichkeit annähernd dem eines ölbefeuerten Wärmeerzeugers. Er erzeugt vollautomatisch Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung. Dazu werden bei einer Wärmeanforderung Holzpellets in den Brenner befördert und dort per Glühelement oder Heißluft gezündet. Die elektronische Kesselsteuerung sorgt für das richtige Verhältnis von Brennstoffmenge, Verbrennungsluft und Betriebstemperatur. Inzwischen gibt es auch sehr bedienungsfreundliche Regelgeräte mit Touchscreen sowie mit Ferneinstell- und Fernüberwachungsoptionen.

Zur Grundausstattung der meisten Modelle gehört zudem eine selbsttätige Reinigung der innenliegenden Heizflächen sowie eine automatische Entaschung. Allerdings muss der Anlagenbesitzer den Aschebehälter ein bis maximal acht Mal pro Heizperiode entleeren. Die Aschemenge hängt vor allem vom Kesselmodell, von der Betriebsweise und -dauer sowie von der Pelletqualität ab. Die Asche lässt sich auch als Gartendünger oder Kompostbeimischung verwenden. Tipp: Praktisch können spezielle, zum Teil fahrbare Komfortaschebehälter sein, die Hersteller als Zubehör anbieten.

Für Niedrigenergie-oder Passivhäuser ist der Brenner "P1 Pellets geeignet. Das Gerät arbeitet unabhängig von der Raumluft, dank externer Luftzufuhr. FrölingHolzwärme im ganzen Haus: schadstoffarm und energieeffizient

Die Heizleistungen der Wärmeerzeuger starten ab etwa drei Kilowatt (kW) und reichen im Einfamilienhausbereich durchschnittlich bis etwa 15 Kilowatt sowie bis zu 25 kW bei höherem Heizwärmebedarf. Zudem passen die Brenner ihre Leistung (in einem gewissen Bereich) meist automatisch den jeweiligen Wärmeanforderungen an. Damit eignen sich die Systeme für den Einsatz im unsanierten Gebäudebestand bis hin zu Niedrigenergiehäusern, wofür es inzwischen auch spezielle Kesselmodelle gibt.

Die Investitionskosten für qualitativ hochwertige Pelletzentralheizkessel-Systeme starten ab etwa 16 000 Euro. Die meisten Wärmeerzeuger haben hohe Wirkungsgrade von über 90 Prozent und überzeugen mit vergleichsweise niedrigen Schadstoffemissionen. Zwar ist die CO2-Bilanz des Naturbrennstoffs prinzipiell neutral, doch beim Verbrennen entstehen andere Luftschadstoffe, wie zum Beispiel krebserregende Feinstäube.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber im Rahmen der sogenannten Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) unter anderem den Staubanteil für Pelletkessel begrenzt. Ab dem 1.1.2015 wird der Grenzwert von derzeit 0,06 auf 0,02 Gramm pro Kubikmeter Abluft reduziert. Doch Achtung: Diesen verschärften Wert müssen bereits jetzt Pelletheizkessel erfüllen, wenn sie im Rahmen des Bafa-Marktanreizprogramms staatlich gefördert werden sollen.

"BioWIN2" ist ein Pelletkessel, der bereits die ab 2015 gültigen, verschärften Grenzwerte für Feinstaub einhält. WindhagerWorauf beim Kauf einer Pelletheizung zu achten ist

Übrigens: Im Vergleich zu Öl und Gas fristet die Brennwerttechnik im Pelletbereich ein Schattendasein. Nur einzelne Hersteller haben solche Modelle im Angebot. Diese bieten eine 10 bis 15 Prozent höhere Energieausbeute und über noch geringere Schadstoffemissionen. Ob man bereit ist, die Mehrkosten zu investieren und ob sich die Investition rechnet, muss jeweils im Einzelfall betrachtet werden.

Generell gelingt das schadstoffarme und energieeffiziente Heizen mit Pellets – im Unterschied zu Öl und Gas – nur, wenn nicht zu viel Abrieb oder Staub anfallen. Und insbesondere auch mit Blick auf einen möglichst störungsfreien Heizbetrieb machen die meisten Pelletkesselhersteller Vorgaben hinsichtlich der einsetzbaren Brennstoffqualität(en). Umwelt- und qualitätsbewusste Anlagenbesitzer achten beim Pelletkauf ohnehin auf die Kennzeichnung „DIN-plus“ sowie auf das Gütesiegel „ENplus A1“ und sind damit immer auf der sicheren Seite. Diese Qualitätssiegel zeichnen einwandfreie Pelletqualität aus.

Mit Blick auf eine sehr gute Energie- und Umweltbilanz ist es in den meisten Fällen, insbesondere in Niedrigenergiehäusern, empfehlenswert, den Pelletkessel mit einem Heizwasserpufferspeicher zu kombinieren. Dieser sorgt mittels einer sogenannten Frischwasserstation dann auch für die Warmwasserbereitung, sodass ein separater Warmwasserspeicher überflüssig wird. Und wer sein System zusätzlich noch um eine Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung ergänzen möchte, um damit Brennstoff zu sparen, braucht den Pufferspeicher ohnehin. Übrigens wird diese Investition zusätzlich gefördert.

Weitere Infos

www.depi. de,
eine Marktübersicht gibt es auf www.fnr.de,
alles zum Gütesiegel ENPlus ist auf der Seite www.enplus-pellets.de zu finden.
Branchen-News lassen sich auf den Seiten www.depv.de und www.pelletshome.com nachlesen.

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