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Kaminfeuer hinter Glas

07.10.2015

In Sachen Design ist der Trend zur großen Sichtscheibe für den unverstellten Blick ins lodernde Flammenspiel ungebrochen. Bevorzugt werden dabei neben 2- und 3-seitig verglasten Heizkamin-Einsätzen vermehrt auch sogenannte Tunnelgeräte. Der Heizkamin wird auch gerne als Raumteiler genutzt, so kann man von beiden Seiten den Blick in die Flammen genießen. Unter Umständen entstehen durch den individuellen Korpus des Heizkamins zwei in Funktion und Ambiente unterschiedliche Wohnbereiche, die beide mit angenehmer Strahlungswärme versorgt werden. Denn der Vorteil der großen Sichtscheiben ist, dass die Wärmeabstrahlung über das Glas als milde Strahlungswärme auf den Menschen trifft.

„Trends sind natürlich ganz schön, aber trotzdem gilt: Die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Hausbesitzers sind das Wichtigste bei der Planung einer Heizanlage und genau die verwirklicht der Ofenbauer – egal ob Trend oder nicht.“</p>
<p>Ralf Tigges,<br />
Vorstand, www.hagos.deBei der gewünschten Strahlungswärme setzt auch der zweite Trend an, dieses Mal die Technik betreffend. So wünschen sich Hausbesitzer für ihren Heizkamin verstärkt den Einsatz von Speichertechnik. In den letzten Jahren haben sich die technischen Voraussetzungen für die Wärmespeicherung auch bei Heizkaminen kontinuierlich weiterentwickelt. In der aktuellen Saison sind vor allem Kesselgeräte für die zusätzliche Wassererwärmung und sogenannte Aufsatzspeicher aus keramischem Material gefragt. Letztere sorgen für eine Speicherung der Ofenwärme. Sie bieten sichtbaren Feuergenuss bei verzögerter, nachhaltiger Wärmeabgabe. Und so funktioniert’s: die heißen Rauchgase aus dem Brennraum werden durch die Spiralen im Inneren des Aufsatzspeichers gelenkt. Der lange Weg durch diese Spiralen und eine sehr gute Wärmeabgabe an die Speichermasse ermöglicht einen hohen Wirkungsgrad der Feuerstätte. Über den keramischen Speicher erfolgt dann zeitversetzt eine langfristige, gleichmäßige Abgabe der Wärme an den Aufstellraum.

Auch der dritte Trend beim Heizkamin ist dem Bedürfnis nach lang andauernder, gleichmäßiger Wärmeabgabe, die eigentlich eher untypisch für Heizkamine ist, geschuldet. Denn die Ofenbauer errichten vermehrt sogenannte Hypokausten. Das sind reine Strahlungsöfen, in ihrer Funktion ähnlich den Grundkachelöfen. Die gesunde Strahlungswärme sorgt für wenig Luftverwirbelungen und eignet sich daher besonders gut für Allergiker. Bei Hypokaustenanlagen staut sich die Wärme in der gemauerten Heizkammer und wird allmählich von den Schamotten des Ofenkörpers aufgenommen. Diese geben sie gleichmäßig und über einen langen Zeitraum an den Raum ab. Das Besondere daran: Trotz der hohen Hitzeentwicklung in der Heizkammer gibt die große Schamottefläche des Ofenkörpers die Wärme in angenehmer, wohltuender Form an den Raum und seine Bewohner ab.

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Bildergalerie:

Heizkamin mit großen Keramikkacheln. Fotos: www.hagos.de, www.journalfoto.de
Heizkamin mit roten  Kachelelementen, die  der Farbe des Raumes angepasst sind. Fotos: www.hagos.de, www.journalfoto.de
Der Heizkamin als  architektonisches Element. Fotos: www.hagos.de, www.journalfoto.de
Dreiseitig verglaster Heizkamin. Fotos: www.hagos.de, www.journalfoto.de
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