ofenwelten.de Kamine, Kachelöfen, Kaminöfen, Pelletöfen - Ideen, Rat und Praxistipps

Ideale Ergänzung: Kamine und Öfen als Unterstützung für die Heizung

01.03.2017

Foto: Fotolia © contrastwerkstatt

Der Winter ist da und mit ihm der Wunsch nach Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Wer seine Heizung entlasten und trotzdem nicht frieren möchte, greift auf die Möglichkeiten von Kamin und Ofen zurück. Foto: Fotolia © contrastwerkstatt

Die Temperaturen geben wenig Anlass, sich über einen ausbleibenden Winter zu beschweren. Andererseits tun sie aber vielleicht genau das, denn anhaltende Minus-Grade bedeuten immerhin auch einen höheren Aufwand beim Heizen – und somit höhere Ausgaben. So gemütlich das Aneinanderkuscheln in behaglichen Wolldecken, die Aussicht auf eine heiße Tasse Tee und den Lieblingswollpullover auch klingen mögen. Nicht für jeden sind derlei Tricks der richtige Ansatz, um in der Heizperiode Geld zu sparen. Wenn draußen Dauerfrost angesagt ist, lässt sich der Einsatz der Heizung eben kaum vermeiden.

Der wird oft möglichst weit hinausgezögert, weil sich dadurch Kosten einsparen lassen. Das ist zwar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, macht aber aus verschiedenen Gründen nur wenig Sinn – etwa wenn die Räume zu lange auskühlen. In einem solchen Fall ist nicht nur das Wiederherstellen einer angenehmen Raumtemperatur beschwerlich. Es besteht außerdem die Gefahr, dass sich dadurch Feuchtigkeit in den Inneren ansammelt. Keine wirklich gute Grundlage für ein gesundes und behagliches Raumklima.

Unterstützung für die Heizungsanlage

Dennoch ist der Kostenfaktor nicht gänzlich von der Hand zu weisen, gerade weil mit Beginn der kalten Jahreszeit auch die Preise für die Brennstoffe wieder anziehen. Die saisonalen Schwankungen machen sich daher auch bei derzeit vergleichsweise günstigen Energieträgern bemerkbar. Wer etwa den richtigen Zeitpunkt verpasst hat, um die Vorräte für die Ölheizung im Keller aufzufüllen, wird spätestens mit Hereinbrechen des Winters tiefer in die Tasche greifen müssen. Das wiegt sogar noch schwerer, sollte mit einer länger andauernden Kälteperiode zu rechnen sein. Das erhöht zusätzlich zu den Preisen den Verbrauch – und schon beginnt die Suche nach Möglichkeiten, diesen zu senken.

Foto: Fotolia © arsdigital

Nicht nur praktisch, sondern auch schick – Öfen und Kamine sind auch unter optischen Gesichtspunkten ein Gewinn für die eigenen vier Wände. Foto: Fotolia © arsdigital

Unabhängig davon, womit die heimische Heizungsanlage betrieben wird: Sollten die räumlichen Voraussetzungen gegeben sein, kann diese mit einem Kamin oder Ofen ergänzt werden. Dass diese Art des Heizens wieder so angesagt ist, hat verschiedene Gründe. Einer davon ist die Bereicherung des Wohnkomforts, denn die Strahlungswärme eines Kachelofens oder seiner Verwandten wird völlig zu Recht mit Behaglichkeit und Gemütlichkeit verbunden. Moderne Optik in verschiedensten Varianten und der Blick auf die Flammen machen aus den Öfen außerdem optische Highlights. 

Darüber hinaus, und das ist an dieser Stelle der entscheidende Punkt, können sie tatsächlich dabei helfen, die gewünschten Einsparungen bei den Heizkosten zu erreichen. Das funktioniert auf verschiedenen Wegen, von denen der Zugriff auf relativ günstige Brennstoffe wie Pellets oder Holz nur einer ist. Praktisch ist vor allem die Möglichkeit, die Heizleistung der Öfen mit entsprechenden Speichersteinen oder ähnlichen Elementen deutlich auszudehnen. Die Speicherfähigkeit von Wohnraumöfen kann auf diese Weise für mehrere Stunden Wärme liefern, ohne weiteres Brennmaterial zuzugeben. Somit können selbst kleinere Mengen Holz etwa auch dann noch für anhaltende Wärmeabgabe sorgen, wenn das große Feuer längst zu einem kleineren abgeklungen ist.

Eine Frage der Technik

Zudem sind moderne Kachelöfen inzwischen regelrecht High-Tech-Produkte. Speziell gefertigte Schamottesteine sorgen für eine möglichst vollständige Holzverbrennung, die zudem durch Zuluft-Systeme noch weiter verbessert werden können. Die Luft wird dadurch gleichmäßig im Feuerraum verteilt, was neben einem effizienten Verbrennungsvorgang den positiven Nebeneffekt eines rauchfreien Abbrands.

Hierbei helfen auch die sogenannten Nachbrennkammern, deren Einsatz Aschereste noch einmal verringern kann. Die entsprechenden Materialien zur Isolation der Kammer und die präzise Zufuhr von Zuluft ermöglichen zusammen hohe Zündtemperaturen. Damit kann das bei der Holzverbrennung entstehende Brenngas-Luft-Gemisch fast vollständig abgebrannt werden – die niedrigeren Ruß-Emissionen tragen damit zugleich zum Umweltschutz bei.

Foto: Fotolia © maho

Holz ist nur eine Möglichkeit, um den heimischen Ofen zu befeuern. Foto: Fotolia © maho

Um die Effizienz moderner Grundöfen oder Warmluftöfen nicht durch menschliches Versagen, sprich: durch eine falsche Bedienung zu gefährden, sind diese ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik. Sie hilft dabei, etwa Fehler wie das zu frühe Drosseln der Luftzufuhr zu vermeiden. Tatsächlich ist es dank eingebauter Sensoren und Steuerungsmotoren nicht einmal mehr notwendig, dass sich die Nutzer selbst darum kümmern. Vielmehr wird der Verbrennungsablauf auf diese Weise völlig automatisch geregelt, nach dem Anzünden kann also ganz entspannt die Kaminwärme genossen werden.

Flexible Einsatzmöglichkeiten

Ein weiterer Vorteil der Öfen: Sie können mit verschiedensten Brennstoffen betrieben werden. Sollte also der Platz fehlen, um das Brennholz für den gesamten Winter einzulagern, gibt es immer noch Alternativen. Sogar für Mietwohnungen. Hier können die Öfen unter Umständen auch nachträglich noch eingebaut werden, den obligatorischen Schornstein und die ebenso obligatorische Einwilligung des Vermieters vorausgesetzt. Allerdings wird sich ein solches Unterfangen nicht mit jedem Ofen realisieren lassen, denn die Heizeinsätze stellen doch ganz unterschiedliche Anforderungen.

Warmluftöfen mit Gas-Heizeinsatz

Kein Lagerraum ist beispielsweise notwendig, wenn eine Gasleitung vorhanden ist. Für den Warmluftofen braucht es dann nur noch einen speziell dafür entwickelten Heizeinsatz. Die lassen sich für alle Gasarten einstellen, ein Gasbrenner sorgt für die Wärme – und das schnell. Die Kostenregulierung haben die Nutzer hierbei selbst in der Hand und zwar wortwörtlich: Da sich die Gasabrechnung am tatsächlichen Verbrauch orientiert, kann der Einsatz ganz nach eigenem (finanziellen) Ermessen erfolgen.

Warmluftofen mit Öl-Heizansatz

Ganz ähnlich funktionieren Kamine, die mit Öl betrieben werden. Abgesehen von der Tatsache, dass hier ein fossiler Brennstoff zum Einsatz kommt, sprechen sowohl der Bedienkomfort – die Heizeinsätze sind dank Uhren- oder Thermostatregelung vollautomatisch – als auch der hohe Wirkungsgrad bei gleichzeitig geringen Schadstoffemissionen für diese Technik.

Auf der anderen Seite stehen jedoch auch Nachteile: In diesem Fall muss eine Lagermöglichkeit für den Brennstoff vorhanden sein, ebenso wie ein separater Schornstein.

Kachelofen mit Warmwasserheizung

Es ist weiterhin möglich, den Kachelofen als Warmwasserheizung mit Brauchwasser zu nutzen. Durch die Wärmeabgabe an die Heizkörper kann das gesamte Haus beheizt werden, dazu wird die Wärme des Ofens in den ohnehin vorhandenen Kacheln und einem Warmwasserpufferspeicher zwischengelagert. Aus diesem wird dann auch die Wärme für die Nebenräume entnommen.

Grundsätzlich lassen sich die Öfen an die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen der Nutzer anpassen. Fachleute berücksichtigen dabei die räumlichen Voraussetzungen, können auf die Lebensgewohnheiten der Bewohner eingehen und auch bei der Wahl von Technik und Brennstoff bei der Lösungsfindung helfen.

Bereich: 
Schlagwörter: