ofenwelten.de Kamine, Kachelöfen, Kaminöfen, Pelletöfen - Ideen, Rat und Praxistipps

Heiße Ofentypen

24.05.2013

Hier eine Kachelofen-Variante ind moderner Ausführung mit Sitz-/Liegebank. www.zehendner.deEin angenehmes Gefühl der Behaglichkeit und des wärmenden Wohlbefindens verbinden viele Bauherren und Hausbesitzer mit der Feuerstätte im Wohnraum. Nicht verwunderlich, denn das prasselnde Ofenfeuer mit seinem ungezähmten Flammenspiel erinnert an das Lagerfeuer, das schon dem Urmenschen Wärme, Schutz und Sicherheit bot und zudem bei der Essenszubereitung half. Hinzu kommt noch der Aspekt, dass man durch das Heizen mit Holzbrennstoffen auch Öl und Gas sparen kann – und das nicht nur im Wohnraum selbst. Denn neben den klassischen Öfen gibt es inzwischen sogenannte wasserführende Modelle, die auch die Warmwasserbereitung und Raumheizung unterstützen oder sogar ganz übernehmen können. Am häufigsten werden dazu (Pellet-)Kaminöfen eingesetzt.

Kachelöfen und Kamine
Ein Klassiker unter den Feuerstätten ist der Grundofen, der mit seinem dicken Mantel aus Kacheln in der Lage ist, die Heizwärme über viele Stunden hinweg zu speichern und zeitverzögert an den Raum abzugeben. Die Ofenuntermauerungen gibt es in unterschiedlichen Dicken von leicht bis schwer. Dabei gilt: Je dünner die Ummauerung, desto kürzer die Aufheizzeit, desto geringer allerdings auch die Speicherfähigkeit des Ofens. Weil sich der Grundofen nur über die Menge des verheizten Brennstoffes regulieren lässt, reagiert er recht träge und ist daher eher als Dauerheizung geeignet. Soll es im Wohnraum schneller warm werden, dann ist der Warmluftofen die bessere Wahl, weil dieser über einen hohen Konvektionswärmeanteil von bis zu 70 Prozent verfügt.

Das Erlebnis eines großzügigen Blicks aufs Feuer verbunden mit der Geräuschkulisse von prasselndem Holz bietet insbesondere der offene Kamin. Mit einem Wirkungsgrad von gerade mal 20 Prozent ist er eher ein Show- als ein Heizfeuer. Deutlich besser sieht die energetische Bilanz von offenen Kaminen mit speziellen Heizeinsätzen und einer Panoramaverglasung aus: Bis zu 70 Prozent der Wärme lässt sich so für den Raum nutzbar machen. Nicht nur in einen einzelnen Raum, sondern auch in Nachbarräume können Heizkamine die von ihnen erwärmte Luft abgegeben.

Dauerbrandofen Modell "Arkona" mit Mineralputz-Mantel, der sich passend zur Wohnumgebung streichen lässt. Oranier Kaminöfen in großer Vielfalt
Der häufigste Heiz-Einrichtungsgegenstand in deutschen Wohnzimmern ist zweifelsohne der Kaminofen, der nicht nur als Spaßprodukt sondern oft auch als preiswerte Zusatzheizung dient. Ein Hauptgrund für diesen Trend ist, dass es ihn in vielen Preisklassen für jeden Geldbeutel gibt: von einigen Hundert Euro angefangen fürs Einsteigermodell bis hin zum Schmuckstück für mehrere Tausend Euro. Dabei sind der Vielzahl von Größen, Formen, Materialien und Designs fast keine Grenzen gesetzt; manche Ausführungen ähneln inzwischen sogar einem Fernsehgerät und sind dreh- oder schwenkbar. Als Ofen-Materialien kommen in der Regel Stahl und Guss zum Einsatz, wobei die Oberfläche dekorativ verkleidet sein kann, zum Beispiel mit Keramikfliesen oder Speckstein.

Ein weiterer Vorteil des Kaminofens ist, dass es ihn mit kompakten als auch mit großzügigen Abmessungen gibt, und er sich so in unterschiedlich große Wohnräume passend einfügen lässt. Und wenn man umzieht, kann man ihn mitnehmen, falls es im neuen Domizil einen geeigneten Schornsteinanschluss gibt.

Kaminöfen verfügen über einen geschlossenen Feuerraum. Ein kaufentscheidendes Detail ist deshalb auch die Größe und Form der Glasscheibe, durch die man das Feuer-
spiel besser oder weniger gut beobachten kann. Wichtig ist, beim Kauf darauf zu achten, dass sich die Scheibe leicht reinigen lässt und schon während des Betriebs möglichst wenig verschmutzt. Die Nennwärmeleistungen von Kaminöfen reichen von etwa 4 bis 15 Kilowatt bei Wirkungsgraden bis zu 70 Prozent. Die Leistung des Großteils der erhältlichen Modelle liegt im Bereich von etwa sechs bis acht Kilowatt. Wer mit Pellets statt mit Scheitholz oder Briketts heizen möchte, benötigt eine dafür geeignete, spezielle Kaminofenkonstruktion.

Der Pellet-Primärofen "ivo.tec" lässt sich als vollwertiger Heizkessel für den Wohnbereich nutzen. Komibiert mit dem Vorratsbehälter sind im Niedrigstenergiehaus nur wenige Nachfüllvorgänge nötig. Wodtke
Pellet-Kaminöfen machen das Heizen zu einer entspannten Sache. Ähnlich wie ihre großen Brüder, die Zentralheizkessel, arbeiten sie dank Mikroprozessorsteuerung und elektrischer Zündeinrichtung automatisch. Die Pellets werden richtig dosiert dem integrierten Brenner zugeführt: entweder aus einem integrierten, manuell befüllbaren Tages-Vorratsbehälter oder direkt aus einem Pellet-Zentrallager. Im Vergleich zu den klassischen Kaminöfen ist die Sichtscheibe bei Pelletöfen meist etwas kleiner und das Flammenspiel sieht etwas anders aus. Zudem liegt der Produktgrundpreis in der Regel deutlich über 1000 Euro.

Wasserführende Öfen
Sowohl Pellet- als auch Kaminöfen gibt es als sogenannte wasserführende Modelle beziehungsweise als Modelle mit Wasseranschluss, manchmal spricht man auch von Wassertaschen. Diese Produkte dienen nicht nur zur zusätzlichen Beheizung des Aufstellraums, sondern sind zudem mit der Zentralheizung verbunden. Dazu wird die Ofenwärme über ein Rohrsystem (Vor-/Rücklauf) in einen Heizwasserpufferspeicher geleitet, der meist im Heizraum steht.

Mit dieser Strategie kann der Hausbesitzer Öl und Gas sparen oder sogar ganz ersetzen. Denn in Niedrigstenergiehäusern kann der Kaminofen mit einer Nennwärmeleistung von rund zehn Kilowatt durchaus die Warmwasserbereitung sowie auch die gesamte Beheizung des Hauses übernehmen; eventuell unterstützt von einer Solaranlage.

Für diesen Einsatzfall sind die Pelletöfen deutlich besser geeignet: Sie sorgen in Verbindung mit einem ausreichenden Pelletvorrat für eine unterbrechungsfreie, automatische Beheizung, auch wenn niemand zuhause ist.  Hinzu kommt, dass sie eine sehr hohe wasserseitige Leistung haben und – aufgrund ihrer speziellen Konstruktion – im Aufstellraum weniger Wärme abgeben, wenn diese dort nicht gebraucht wird, zum Beispiel während der Übergangszeit.

Wichtig: In sehr luftdichten Häusern ist der Einsatz von sogenannten raumluftunabhängigen Ofenmodellen fast unumgänglich. Zudem sind in Verbindung mit mechanischen Wohnungslüftungsanlagen bestimmte Sicherheitsauflagen zwingend zu berücksichtigen.

Bereich: