Feste Nahrung für Kessel und Ofen

Heizen mit Holz

Bioenergie in Form von Holz ist gespeicherte Sonnenenergie mit vielen Vorteilen: So ist Holz ein CO2-neutraler Brennstoff, der beim Verbrennen nur so viel CO2 erzeugt, wie der Baum während seines Wachstums gebunden hat. Darüber hinaus ist Holz als einheimische, lagerfähige Energiequelle ausreichend und meist überall in Deutschland verfügbar, so dass die relativ kurzen Transportwege vom Wald zur Feuerstätte den Aspekt der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft unterstreichen.

Brennholz selbst gemacht
Holz sollte man am besten nach dem Schlagen sofort spalten und dann erst lagern, was das Austrocknen des Holzes fördert. Die einzelnen Scheite sollten bis etwa zehn Zentimeter dick sein und eine Länge von 30 bis 50 Zentimeter haben. Geheizt werden darf aus ökologischen Gründen ausschließlich mit naturbelassenem, lufttrockenem Holz in Scheiten oder Stücken. Anhaftende Rinde kann mitverfeuert werden.

Holz verschiedener Baumarten hat unterschiedliche Heizwerte: Wer Holz für den Kachelofen nach Raum- oder Festmetern bemessen muss, greift am besten zum Laubholz wie Eiche oder Buche. Wer Holz nach Gewicht einkauft, ist mit trockenem Nadelholz wie Fichte oder Tanne besser bedient.

Erntefrisches Holz enthält 45 bis 60 Prozent Wasser. Weil es beim Verbrennen einen Wassergehalt von 15 bis maximal 20 Prozent aufweisen sollte, muss das Holz vor dem Verbrennen an der Luft trocknen. Dazu sollte es, je nach Holzsorte, mindestens ein bis zwei Jahre luftig gelagert werden. Die Holzstapel deckt man dazu regengeschützt ab und schafft einen trockenen Untergrund aus dicken Querstangen, damit keine Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen kann.

Kurz vor dem Verfeuern wird mindestens ein Scheitholztagesverbrauch in einem beheizten Bereich bevorratet, eventuell neben der Feuerstätte. Wird zu feuchtes oder nasses Holz verbrannt, entstehen schädliche und geruchsintensive Emissionen. Zudem sinkt der Heizwert des Holzes und die gesamte Feuerungsanlage kann verteeren.
Brennholz

Wer keine Lust hat, Holz selbst aufzuarbeiten, kann Brennholz zum Beispiel bei Waldbesitzern, Brennstoffhändlern oder in Baumärkten ofenfertig kaufen und sich sogar ins Haus bringen lassen. Allerdings gibt es hier große Qualitätsunterschiede.

Wichtig: Technisch getrocknetes Holz kann auch übertrocknet sein und brennt dann zu schnell ab. Deshalb sollte es noch einige Zeit abgedeckt im Freien gelagert werden. Steigender Beliebtheit erfreuen sich in den letzter Zeit Holzbriketts, hergestellt aus unbehandelten Hobelspänen und Sägemehl. Sie werden unter enormem Druck und ohne Bindemittelzugabe zu gleichmäßig großen und harten Briketts verpresst. Die Optik der Endprodukte, die es im Handel oder Baumarkt zu kaufen gibt, fällt unterschiedlich aus: Es gibt eckige und runde  Formen mit und ohne Loch.

Das Abbrandverhalten im Ofen hängt im Wesentlichen vom Ausgangsmaterial ab: die einen brennen wie ein Scheitholzstück, andere dagegen neigen eher zum Glimmen. Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Aussagen in der Produktbeschreibung des Händlers.

Holzbriketts verfügen, auch aufgrund  ihrer Restfeuchtigkeit von teilweise unter 10 Prozent, über einen höheren Heizwert als dieselbe Menge Scheitholz. Je nach Holzart können dies über 20 Prozent mehr sein. Daraus ergeben sich für den Hausbesitzer zwei Kernvorteile: Aufgrund der hohen Komprimierung benötigen Holzbriketts weniger Lagerfläche. Hinzu kommt, dass sich ihre Brenndauer verlängert und sie eine hohe Wärmeabgabe erbringen können.

Tipp: Beim Kauf auf eine DIN-genormte Qualität mit geringem Ascheanteil und geringer Rußbildung achten.

Automatisch heizen geht auch
Wer noch bequemer und vor allem automatisch sein ganzes Haus heizen möchte, greift zu Pellets. Die kleinen Holzpresslinge sind ein konzentrierter Brennstoff: Zwei 
Kilogramm haben in etwa denselben Heizwert wie ein Liter Heizöl. Die zylindrischen Energiestäbchen werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln hergestellt und unter hohem Druck durch Matrizen gepresst.

Pellets gibt es in unterschiedlichen Qualitäten sowie in loser Form oder in Säcken abgefüllt im Handel zu kaufen. Pellets in loser Form eignen sich für den größeren Brennstoffbedarf. Sie werden, wie das Heizöl, im Tankwagen angeliefert und mittels Schlauch in ein spezielles Pelletlager eingeblasen.

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