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Der Ofen als zentraler Mittelpunkt

29.11.2016

Zentraler Ofen. Foto: Brunner

Foto: Brunner

Das Haus in Halbhöhenlage sagte den künftigen Besitzern schon bei der ersten Besichtigung zu. Auch die Substanz war gut, weder Setzrisse noch aufsteigende Feuchtigkeit oder Schimmelbefall gab es zu bemängeln – als gelernter Maurer waren Frieder Rapp diese Punkte besonders wichtig. Nicht optimal präsentierte sich hingegen das vorhandene Raumprogramm mit seinen kleinteiligen Grundrissen und dem kaum nutzbaren Dachstuhl. So wurde kurzzeitig sogar ein Komplettabriss erwogen. Doch dafür hatten sich Rapps schon zu sehr mit dem speziellen Charme angefreundet, der vielen Gebäuden aus den 1950er-Jahren zu eigen ist, und den die Bauherren trotz umfassender Modernisierungsmaßnahmen auf jeden Fall erhalten wollten.

Modernisiertes Haus. Foto: Brunner

Statt Abriss top erweitert und modernisiert: Das Haus aus den 1950er-Jahren glänzt jetzt mit vorzüglicher Wohnqualität. Foto: Brunner 

Der Plan war, die Grundrisse großzügig zu öffnen, den Dachstuhl durch eine neue, höhere Konstruktion zu ersetzen, und mit einem zweigeschossigen Anbau Richtung Sonnenseite ein Plus an lichtdurchfluteter Wohnfläche zu schaffen. Und ganz oben auf der Wunschliste stand ein schöner Ofen, der sich mit  Holz aus dem eigenen Wald würde betreiben lassen. Praktisch, dass Rapps diesbezüglich einen Spezialisten zu ihren engen Freunden zählen: den Metzinger Kachelofen- und Luftheizungsbaumeister Stefan Ernst. Der riet vom zunächst in Betracht gezogenen Heizkamin ab. „Zum einen haben diese Öfen 
voluminösere Heizeinsätze und tragen dadurch insgesamt mehr auf. Zum anderen verlangte der offene, große und lang gezogene Raum nach einer Lösung mit hoher Speicherkapazität.“ Nach einem Kachelofen also, den Stefan Ernst in dieser Variante als 
„geschlämmten oder verputzten“ Ofen bezeichnet. Passend zum Eicheparkett wurden die horizontalen Flächen der Anlage aus anthrazitfarbenen Holzmadener Schieferplatten gefertigt. Energetische Feinheiten: Die Wand Richtung Diele ist zusätzlich als Strahlungswand konzipiert, und an den sanierten Schornstein ist auch noch die Pelletheizung an
geschlossen.

(aus der Zeitschrift Kamine & Kachelöfen 2016)

Zentraler Ofen. Foto: Brunner

HInter den versetzt angeordneten Kuben des geschlämmten Ofens sitzen viereinhalb Meter gemauerte Züge. Foto: Brunner

Zentraler Ofen. Foto: Brunner

Der nur 45 Zentimeter tiefe Heizeinsatz ermöglichte ein den Räumlichkeiten angepasstes Ofendesign. Foto: Brunner

Daten & Fakten

Heizeinsatz
„HKD 2.2“ von Brunner, mit flacher Tür, 9 kW Heizleistung

Ofenkorpus
aus Schamotte gemauert, mit keramischen Zügen, geschlämmt, pro Kubus 1 Platte aus Holzmadener Schiefer als horizontaler Abschluss, ins Parkett eingelassene Glasplatte, Steuerung: EOS von Brunner

Ofenbauer
Stefan Ernst Ofenbau
Reutlinger Straße 8
72555 Metzingen
Telefon 07123/14298
www.ernstofenbau.de

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