Austausch eines alten Heizeinsatzes

Austausch eines alten Heizeinsatzes

Einen Modernisierungsstau gibt es in Deutschland nicht nur beim Austausch alter Heizkessel. In Millionen Kachel- und Putzöfen sind noch Heizeinsätze installiert, die den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Aufgrund der geltenden verschärften Regelungen müssen viele Betreiber diese Einsätze austauschen, und das lohnt sich: Neue Heizeinsätze verbrennen Scheitholz und Briketts deutlich effizienter als ihre betagten Vorgänger. Andreas Steinmetz aus Leinach hat bereits gehandelt. Im Kachelofen seines Eigenheims aus dem Jahr 1981 war noch ein Heizeinsatz mit einem für heutige Verhältnisse zu geringen Wirkungsgrad in Betrieb. „Für mich war das nach so vielen Jahren ohnehin kein Dauerzustand mehr, die verschärften gesetzlichen Anforderungen gaben nur den letzten Ausschlag für den Austausch“, sagt er. Der Aufwand beim Austausch hielt sich in vertretbaren Grenzen.

<b>Nachheizkasten</b>

Mit dem Einbau des in der Montageanweisung vorgeschriebenen metallischen Nachheizkastens „NK 70 E-080“ wird der hohe Wirkungsgrad des Kachelofens erreicht. 

Zudem wird auch das Wohnzimmer in kurzer Zeit über den Nachheizkasten und die Luft in der Heizkammer erwärmt. Der Kachelofen erfüllt nun die neuen rechtlichen Vorgaben. 

<b>Foto: Buderus</b>

In dem Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche versorgt der Kachelofen Wohn- und Esszimmer sowie die Küche mit Wärme. Nach einer ersten Besichtigung vor Ort ging es an den Ausbau des alten Heizeinsatzes. Ofenbauer Herbert Haas aus Rimpar hatte diesen in weniger als einem halben Arbeitstag aus dem Kachelofen entfernt.

Als Austauschgerät hatte sich Andreas Steinmetz für den Buderus „Logaflame HLG 316-10“ mit einer Nennwärmeleistung von 10 Kilowatt, einem Wirkungsgrad von 85 Prozent und großer, doppelverglaster Sichtscheibe entschieden. Er eignet sich für Scheithölzer mit einer Länge von 33 bis 36 Zentimetern. Das Modell lässt sich flexibel an die örtlichen Gegebenheiten anpassen: Der Abgasanschluss kann senkrecht oder waagerecht erfolgen. Im Kachelofen von Andreas Steinmetz blieb ausreichend Platz für eine senkrechte Installation. Eine Dichtschnur zwischen Kuppel und Heizeinsatz ist werkseitig eingelegt und verhindert, dass im Betrieb Rauchgas austritt.

Anschließend befestigte der Heizungsfachmann den sogenannten Verbrennungsluftstutzen unten am Heizeinsatz – beim Einbau in besonders luftdichte Räume wäre aber auch der Anschluss einer externen Verbrennungsluftleitung ohne Weiteres möglich.

Danach wurde der Einsatz auf das zugehörige Traglager in der Heizkammer gestellt und, unter Berücksichtigung der Heizkammer-Mindestabstände, mit einer Wasserwaage ausgerichtet. Dann folgten der Einbau der Feuerbeton- beziehungsweise Vermiculit-Steine für die Auskleidung des Feuerraums und die Montage der Frontplatte. Bei geöffneter Feuerraumtür ließ sich die Frontplatte diagonal gedreht über die Tür schieben.

Nachdem sie leicht auf die oberen Befestigungsschrauben aufgeschraubt war, konnte Herbert Haas sie bequem ausrichten und schließlich mit den weiteren Schrauben über Kreuz befestigen.

PDF-Download: „Wichtige Termine zum Austausch“ >>

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