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Pellets

Die kleinen zylindrischen Presslinge aus naturbelassenem Holz, bestehen in erster Linie aus Säge- und Hobelspänen. Ein Normpellet ist zwei bis fünf Zentimeter lang und hat einen Durchmesser zwischen 0,4 und einem Zentimeter. Pellets werden aus Abfallprodukten der Säge- oder Holzwerke hergestellt, also aus Spänen oder Hobelrückständen.

Holzpellets werden durch Verpressen von Sägespänen und unter hohem Druck ohne Bindemittel erzeugt. Foto: Fotolia©tiero

Die Qualität des Rohmaterials spielt eine große Rolle. Für die Pelletherstellung werden die Holzreste zunächst getrocknet, zerkleinert und schließlich durch eine Pelletmatrize gepresst. Dabei stellen unterschiedliche Materialien und Feuchtigkeitsgrade eine Herausforderung für die Verarbeitung dar. Denn nur homogenes Material kann verarbeitet werden. Ohne chemische Zusätze werden die Energieträger schließlich unter hohem Druck in die typische Zylinderform gepresst.

Holzeigene Lignine und Harze werden durch die dabei entstehende Wärme und restliche Holzfeuchte zum Naturkleber, der die Holzfasern zusammenhält. Lediglich eine Zugabe von zwei Prozent Presshilfsmittel wie Stärke ist erlaubt. Das Lignin sorgt auch für die glänzende Oberfläche der Pellets. Schließlich wird der Feinanteil von den Pellets gesiebt, um qualitativ hochwertige Pellets sicherzustellen.

Pelletöfen verfügen meist über einen großen Vorratsbehälter auf der Ofenrückseite, der bis zu 50 Kilogramm Pellets aufnehmen kann. Die Pellets werden dann über eine im Gerät integrierte Förderschnecke in den Brennraum befördert und automatisch gezündet. Pellets werden in Säcken mit 15–25 Kilogramm, in sogenannten Big-Packs mit 800 Kilogramm oder per Silozug auch als lose Lage angeboten. Diese eignen sich für die Lagerung in Pellettanks, die ungefähr den Bedarf eines Jahres decken. Aus diesen Behältern wird per Förderschnecke oder Schwerkraft (Rutschstrecke) der Tagesbehälter auf der Ofenrückseite beschickt.

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Feuerstätten
Pelletofen Ecofire „Brian“, Entwurf Vito Maggipinto vom Studio Design Palazzetti, wurde mit der special mention in der Kategorie Building and Energy des Wettbewerbs German Design Award bedacht. PalazettiBei Pelletkesseln, die typischerweise als Zentralheizung im Keller stehen, ist eine automatische Förderung mittels Schnecke oder Saugsystem Standard.

Hier wird der Brennstoff meist aus einem großen, mehrere tausend Liter fassenden Lager entnommen, das ähnlich wie ein Heizöltank aus einem Tanklastwagen befüllt wird.

Der Nutzer muss in diesem Fall nur gelegentlich neuen Brennstoff ordern und alle paar Tage bis Wochen den Aschebehälter entleeren.

Demgegenüber haben Einzelraumfeuerstätten für Pelletbetrieb meist einen angebauten Pelletbehälter, der eine oder mehrere Tagesrationen aufnehmen kann. Hier obliegt es dem Nutzer, den Vorrat nach Bedarf aufzufüllen, wobei sich auch die Verwendung im Handel erhältlicher Sackware anbietet.

Im Übrigen unterscheidet sich der Betrieb nicht wesentlich von dem eines Zentralheizkessels. Auch bei Pelletöfen und Einsätzen ist er über eine elektronische Steuerung automatisiert und bietet somit ein Höchstmaß an Komfort. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Feuerstätten dadurch, dass einige von ihnen als klassische Öfen nur den Aufstellraum beheizen, während andere mit Wassertechnik sie wirksam unterstützen.

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Per Dosierschnecke gelangen  die Pellets vom Behälter in den Brenner, der seine Heizleistung an den aktuellen Wärmebedarf anpasst. (Paradigma)
Der vollautomatische Pelletofen „Corso“.  Elegant, kreisrund und voller technischer Raffinessen für anspruchsvolle Designliebhaber. Rika

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