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Kaminöfen

In früheren Jahren präsentierten sich Kaminöfen in schlichtem und schwarzem Stahl. Von der Form her quadratisch, praktisch, gut. Inzwischen aber sind sie in allen Formen, Farben und Verkleidungen zu erhalten – und das Ganze mit einem ausgefeilten technischen Innenleben.

Kaminofen Austroflamm Moby

„Moby 5“, ein wandlungsfähiger Kaminofen, der mit Bank oder Sockel erhältlich ist. Foto: Austroflamm

Der Kaminofen ist aus Guss oder Stahlblech gefertigt. Die heutigen Modelle bieten Glasscheiben in jedem Format, um den Blick auf das Feuer zu genießen. Kaminöfen gibt es in vielen Varianten – in Verkleidungen mit Stahl, Edelstahl, wärmespeichernden Keramikkacheln, Naturstein oder Speckstein. Je nach Material sorgt die Verkleidung für einen zusätzlichen Anteil an Strahlungswärme. Besonders effizient sind Kaminöfen mit Wassertechnik, die sich problemlos in einen vorhandenen Kreislauf für Heizung und Brauchwasser integrieren lassen. Optional ist auch die Ergänzung mit Solartechnik möglich.

Durch ihre kompakte Größe lassen sich Kaminöfen problemlos auch in Wohnungen mit relativ kleinem Zuschnitt unterbringen. Sogar in Miet- oder Eigentumswohnungen sind sie prima zu integrieren, denn beim Umzug können sie eingepackt und mitgenommen werden. Voraussetzung dafür ist aber immer eine geeignete Anschlussmöglichkeit an den Schornstein.

 

Kaminofen ist nicht gleich Kaminofen

Beim Kauf eines Kaminofens sollte man auf die Qualitätsmerkmale achten, denn dann wird auch schnell der Unterschied klar, warum der Kaminofen im Baumarkt so viel billiger zu haben ist, als der beim Ofen- und Luftheizungsbauer und dort einiges mehr kostet.

Beim Kaminofen besteht die Kunst darin, die Wärmeabgabe über Strahlung und Konvektion in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen. Dies passiert durch einen integrierten Konvektionsraum mit angepassten Warmluftöffnungen.

Kaminofen Ganz Baukeramik

Die geschmeidige Form des „Tao+“, wahlweise in Keramik oder Speckstein, bildet ein formschönes Ganzes. Foto: Ganz Baukeramik

Von der Gestaltung des Feuerraums hängt im Wesentlichen die Güte der Verbrennung und der Wirkungsgrad des Gerätes ab. Entscheidend dabei ist eine Luftzuführung, die dem Brennstoff in unterschiedlichen Abbrandphasen genügend – aber nicht zu viel – Sauerstoff zuführt. Es sollte deshalb Primärluft (Luftzuführung von unten) und Sekundärluft (Luftzuführung von hinten oder über sie Scheibenspülung) separat geregelt werden. Einige Geräte bieten außerdem noch eine Tertiärluft, bei der im oberen Bereich des Brennraumes eine Nachverbrennung stattfindet, die den Schadstoffausstoß noch weiter reduziert.

Die Ausmauerung der Geräte dient dem Zweck, eine hohe Verbrennungstemperatur und damit die Schadstoffemissionen zu reduzieren. Dazu wird entweder in traditioneller Weise auf Schamotte zugegriffen, in vielen Fällen jedoch auch Vermiculite verarbeitet. Dies ist ein Material mit hohem Isolationswert und gleichzeitig widerstandsfähig gegen Temperatureinwirkung.

Aufgrund der Flachfeuerung kann in den meisten Öfen nur eine geringere Brennstoffmenge auf einmal aufgelegt werden, also etwa 3 bis 4 Kilogramm Scheitholz oder 2 bis 3 Kilogramm Braun- oder Steinkohlenbriketts. Diese Brennstoffmenge reicht in der Regel für eine Betriebsdauer von 1 bis 1,5 Stunden. Wird mit Briketts geheizt, ist immerhin eine sogenannte Gluthaltung von bis zu 10 Stunden möglich.

 

Speicheröfen

Einige Modelle verfügen aber auch über sogenannte Speicheraufsätze. Diese nennt man dann Speicheröfen. Von seiner Grundkonstruktion her ist es ein Kaminofen, der mit Holz betrieben wird. Den entscheidenden Unterschied, der einen herkömmlichen Kaminofen zu einem Speicherofen macht, ist seine Eigenschaft zur Wärmespeicherung. Dies geschieht durch einen Wärmespeicherkern im Inneren des Ofens. Es kommt natürlich darauf an, wie groß die Speichermasse des Ofens ist. Denn je massiver und schwerer sie eingebaut wird, desto besser.

Speicherofen Leda

Für 10 Stunden Wärme sorgt der „Colona“-Speicherofen. Foto: Leda

Ein Speicherofen braucht im Gegensatz zum herkömmlichen Kaminofen einige Zeit, bis er sich aufgeheizt hat, kann aber die Wärme dann über einen längeren Zeitraum abgeben.

Ein andere Möglichkeit sind Kaminöfen mit einer wärmespeichernden Ofenverkleidung. Sie isoliert den Ofen nach außen, verhindert beziehungsweise minimiert Wärmeverluste durch Konvektion und dient als Zwischenspeicher für die Heizungswärme. Eine solche Ofenverkleidung kann aus Keramikkacheln oder Naturstein – etwa Sand- und Serpentinstein, Speckstein oder Granit – bestehen. Speckstein bringt unter den verschiedenen in Frage kommenden Materialien für eine solche Ofenverkleidung die höchste Speicherleistung mit. Die Elemente einer wärmespeichernden Ofenverkleidung verfügen über eine vergleichsweise hohe Masse, heizen sich während des Betriebs des Ofens auf und geben die gespeicherte Wärme danach gleichmäßig und im Verlauf mehrerer Stunden nach außen ab.

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Kaminofen - Vorteile

  • Kostengünstige Zusatz- und Zweitheizung
  • Effiziente Heiztechnik
  • Überwiegend Konvektionswärme, kleinerer Anteil Strahlungswärme 
  • Auch für kleine Räume, Miet- und Eigentumswohnungen geeignet 
  • Schöne Feuersicht 
  • Transportabel

Speicherfeuerstelle CB stone-tech

 

Speicherfeuerstätte „depot_G1“, aus der Monolith-Serie, mit Natursteinverkleidung. Foto: CB stone-tec

 

Kaminofen Cera

 

Ausgestattet mit 80 Kilogramm Speichermasse und großer Panorama-Sichtscheibe ist dieser 1,70 Meter hohe Kaminofen. Foto: Cera

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