Pellet-Technik

Die Pellet-Technik muss als insgesamt neues System angesehen werden, der Einbau entsprechender Systeme erfordert ein durchweg neues Wissen, veränderte Techniken und Verfahren.

PelletsJe nach Anwendungsform und auch dem individuellen Wunsch des Betreibers, lassen sich mit Pellets rein manuelle Konzepte im Ein- und Mehrraumbereich verwirklichen. Dies sind beispielsweise Kaminöfen oder Kachelöfen mit einer Bedienung, ähnlich der mit Scheitholz.

Komfortablere Systeme mit einem größeren Anteil an Regel- und Anlagentechnik bieten halbautomatischen Betrieb. Auch diese Konzepte lassen sich bei Kaminöfen, beziehungsweise Raumheizer, wie auch bei Kachelöfen verwirklichen. Werden Zentralheizungen mit Pellets betrieben, ist eine vollautomatische Betriebsweise gewünscht und zu verwirklichen.

Manuell
Dies sind Geräte ohne Regelungstechnik, das Zünden erfolgt manuell, zum Beispiel mit Grill- oder Kaminanzündern, wie auch die Leistungsregulierung über Hebel, Griff, Drehknopf, o.ä. erfolgt. Ebenso wie bei halbautomatischen Pellet-Feuerstätten ist der Vorratstank im oder am Gerät manuell zu befüllen, wie auch die Entaschung manuell zu erfolgen hat. Geräte dieses Typs benötigen jedoch keine Fremd-/Hilfsenergie, keinen Stromanschluss und erzeugen keine Geräusche durch Gebläse oder Förderschnecke, sie besitzen weniger bewegliche Bauteile und warten in der Regel mit weniger Verschleißteilen oder Regelungsdefekten auf.

Halbautomatisch
Foto: <a href="http://www.wodtke.de" target="_blank">Wodtke</a>Typische Vertreter sind Kaminöfen, halbautomatische Geräte besitzen eine Temperatur- und zeitgesteuerte Zündung und Regelung oder eine manuelle Leistungsregelung, eine automatische Entaschung oder zumindest Entaschung für die Dauer des Abbrandes. Eine Regelung des Kesselkreises bei Geräten mit Wassertechnik ist vorhanden, jedoch ist manuelles Befüllen des Brennstofftanks im oder am Gerät notwendig, zumeist auch ein Eingreifen des Betreibers in Hinblick auf Ascheentleerung und Rostreinigung.

Vollautomatisch
Zumeist Zentralheizungsanlagen besitzen diesen höchsten Automatisierungsgrad. Sie haben eine automatische Zuführung von Pellets aus einem gesonderten, großen Lagerraum in den wesentlich kleineren Brennstofftank der Feuerstätte, sie arbeiten mit Temperatur- und zeitgesteuerter Zündung und Regelung. Sie sind mit einer automatischen, maschinellen Entaschung ausgestattet, eine Regelung des Kesselkreislaufs sowie geregelte Wärmeverteilung sind bereits vorhanden.
 
Es bestehen keine besonderen Anforderungen an den Lagerraum, in der Regel bis 100000 Liter Pellets, in Brennstofflagerräumen sogar bis 100.000 Litern (MFeuV Jan. 2005). Verständlicherweise gibt es keine Anforderungen im Hinblick auf den Umweltschutz, da der Brennstoff Pellet selbst biologisch abbaubar ist, allerdings wird für die Lagerräume Schutz gegen Explosionsgefahr wegen Staubexplosionen, zum Beispiel bei der Befüllung gefordert.

Weitere Infos

 

Pelletbevorratung im Keller
Technik

In oder an der Feuerstätte befindet sich typischerweise ein kleinerer Brennstofftank, bei größeren Systemen oft auch als Tagestank bezeichnet. Aus diesem Vorrat entnimmt die Feuerstätte selbst die zur Verbrennung benötigten Pellets und führt sie zu dem Brennraum. Dieser Brennstofftransport erfolgt über Förderschnecken innerhalb des Gerätes. Aber auch eine rein über Schwerkraft bewerk­stelligte Zufuhr der Pellets ist möglich.

 

 

Kachelofen als Heizzentrale

Der Kachelofen als Heizzentrale, das integrierte Pelletmodul dient als Tagestank. Foto: Brunner

 

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