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Kaminöfen

In der Großstadt ist der Kaminofen zu Hause. Mobil, agil und stets gut in Form setzt er mit seinen gewagten Outfits Trends, sorgt aber auf der anderen Seite für wohlige Wärme.

Kaminöfen waren der absolute Renner für all diejenigen, die sich aus Platz- oder Kostengründen keinen Kachelofen oder Heizkamin bauen wollten. Inzwischen gibt es aber so tolle Modelle, dass selbst mancher Kachelofenliebhaber neidisch wird.

Ofen mit Retrodesign und Kultstatus: „T-Neo eco2“. Tonwerk Lausen

Die verglaste Feuerraumtür macht's möglich: Die Betreiber genießen den Blick auf die lodernden Flammen, sie genießen aber auch den im Vergleich zur offenen Flamme höheren Wirkungsgrad und dies bei gleichzeitig geringerem Schadstoffausstoß. Zur Verdeutlichung ein paar Zahlen: Hat offenes Kaminfeuer einen Wirkungsgrad von nur 10 bis 25 Prozent, erreicht ein Kaminofen bei geschlossenen Türen sogar 70 bis 80 Prozent. Wie beim Warmluftofen handelt es sich beim Kaminofen um eine Heizquelle, die überwiegend Konvektionswärme erzeugt. Zwischen dem Ofeninnenkörper und der Verkleidung befinden sich Luftkanäle, in welche kühle Raumluft einströmt, sich erwärmt und wieder dem Aufstellungsraum zugeführt wird. Warmluftgebläse sind in der Regel überflüssig.

Je nach Feuerraumtür gibt es zwei Bauarten. Kaminöfen der Bauart 1 haben selbstschließende Türen, so dass ein Schornstein mehrfach belegt werden kann. Kaminöfen der Bauart 2 sind vorgesehen für wahlweisen Betrieb mit geschlossenem oder offenem Feuerraum; sie sind grundsätzlich an einem eigenen Schornstein anzuschließen. Wenn das Feuer richtig lodert, kann der Ofenfreund - sofern er einen Ofen der Bauart 2 hat - die Tür öffnen, so dass er wie vor einem offenen Kamin sitzt. Ist nur noch die Glut übrig, lässt sich die Tür wieder schließen, was auch den Vorteil hat, dass erheblich weniger aufgeheizte Zimmerluft durch den Kamin gejagt wird.

Der Feuerraum eines Kaminofens ist meist mit einem Feuerrost und darunter liegendem Aschekasten ausgestattet, so dass außer Holz auch Braunkohlenbriketts verfeuert werden können, mit Rostkorb und Rostmulde auch Steinkohlenbriketts.

Der Kaminofen ist kein Dauerbrandofen. Auf Grund der Flachfeuerung kann nur eine geringe Brennstoffmenge auf einmal aufgelegt werden, also etwa 4 Kilogramm Scheitholz oder 2 bis 3 Kilogramm Braun- oder Steinkohlenbriketts. Diese Brennstoffmenge reicht in der Regel für eine Betriebsdauer von einer bis zu zweieinhalb Stunden bei Nennwärmeleistung. Wird mit Briketts geheizt, ist immerhin eine so genannte Gluthaltung von bis zu zehn Stunden möglich.

„Contura 35 niedrig weiß“, erhältlich in Vollglas- oder Gusseisenfront. Contura/Nibe AB

DIN-Registernummer
Um den aus skandinavischen Ländern stammenden Kaminofen in das deutsche Bau-, Sicherheits- und Umweltrecht zu integrieren, wurde die DIN 18891 "Kaminöfen für feste Brennstoffe" definiert. Ob ein Gerät die Norm erfüllt, überprüft eine dafür zuständige Prüfstelle. Fällt das Ergebnis positiv aus, erhält der Kaminofen die so genannte DIN-Registernummer, die extra beantragt werden muss. Der Verbraucher sollte darauf achten, dass er nur einen Kaminofen mit einer solchen Registernummer betreibt.

Wichtig ist auch, dass auf dem Typenschild das Ü-Zeichen steht. Mit dem Ü-Zeichen wird die Übereinstimmung zur DIN-Norm erklärt.

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Je nach Feuerraumtür gibt es bei Kaminöfen<br />
zwei Bauarten. Kaminöfen der Bauart 1<br />
haben selbstschließende Türen, sodass ein<br />
Schornstein mehrfach belegt werden kann.<br />
Kaminöfen der Bauart 2 sind vorgesehen für<br />
wahlweisen Betrieb mit geschlossenem<br />
oder offenem Feuerraum und sind an einen<br />
eigenen Schornsteinzug anzuschließen. Grafik: AdK

Design-Vielfalt

Seitdem die ersten Kaminöfen in Deutschland in Betrieb genommen wurden, hat sich diese Heizungsart auch optisch weiterentwickelt. Aus den einst nur aus Stahlblech gefertigten Öfen wurden regelrechte Gestaltungselemente; sie sind entweder mit mineralischen und keramischen Baustoffen verkleidet oder, bei der klassischen Stahlversion, mit beständiger, farbechter Lackierung versehen.